Rama: Heute ist Albanien ein Name und eine Flagge, die jeder respektiert

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama traf sich mit der albanischen Diaspora in Michigan und sprach über die Rolle der im Ausland lebenden Albaner sowie über das internationale Ansehen Albaniens.
Rama betonte insbesondere, dass Albanien Gastgeber des nächsten NATO-Gipfels in Tirana sein wird. Dies wertete er als Zeichen dafür, dass das Land international an Bedeutung und Anerkennung gewonnen habe. Trotz seiner relativ kleinen wirtschaftlichen und militärischen Größe werde Albanien heute, so Rama, als gleichwertiger Partner respektiert.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war die albanische Diaspora in den USA. Rama bezeichnete die dort lebenden Albaner als wichtige Verbindung zwischen Albanien und den Vereinigten Staaten. Sie würden durch ihre Arbeit, ihren gesellschaftlichen Beitrag und ihren Erfolg auch das Bild Albaniens in den USA prägen.
Dabei stellte Rama einen Wandel im Umgang mit Albanern heraus: Während die albanische Herkunft früher häufig mit Vorurteilen verbunden gewesen sei, werde sie heute zunehmend mit einem positiven Bild Albaniens und mit Anerkennung verbunden.
Rama verwies außerdem auf die historische Rolle von Faik Konica, der vor 100 Jahren als erster albanischer Vertreter in Washington tätig war und Albanien in den USA eine Stimme und ein Gesicht geben sollte. Heute, so Rama, übernehme diese Rolle in gewisser Weise die große albanische Gemeinschaft selbst.
Abschließend beschrieb Rama die Diaspora als eine Art „alltägliche Botschafter“ Albaniens. Durch ihren persönlichen Erfolg in den USA erweitere sich auch die internationale Präsenz und Wahrnehmung Albaniens. Seine zentrale Botschaft war, dass die Verbindung zwischen Albanien und seiner Diaspora trotz der geografischen Entfernung stark bleibe: Albanien sei heute sowohl „dort“ als auch „hier“ – in der Heimat und in der Diaspora.



