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EU-Erweiterungskommissarin Kos skizziert schrittweise Integration und lobt Albaniens Fortschritte

Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, erklärt, Albanien mache im Prozess der Integration in die Europäische Union sehr gute Fortschritte. Sie hebt Albanien als eines der Länder hervor, die den aktuellen Erweiterungsprozess anführen. In einem Interview mit der Deutschen Welle sagt Kos außerdem, dass die Länder des Westbalkans bald von Roaming-Vorteilen profitieren werden.

Kos erörtert den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine schrittweise Integration. Beitrittskandidaten, die bestimmte Kriterien erfüllen, könnten bereits vor der Vollmitgliedschaft ausgewählte Vorteile der Europäischen Union in Anspruch nehmen. Dieser Ansatz würde die Vollmitgliedschaft nicht ersetzen. Im Rahmen einer Vorbeitrittsprüfung sollen Bereiche für eine frühzeitige Integration ermittelt werden. Die Europäische Kommission plant, ihre Ergebnisse am 6. Oktober zu veröffentlichen.

Gleichzeitig geht Kos auf den Erweiterungsprozess im weiteren Sinne ein. Sie sagt, Montenegro könne die Verhandlungen bald abschließen. Das Land könnte 2028 der Europäischen Union beitreten, sofern die Mitgliedstaaten den Prozess unterstützen. Im Hinblick auf Serbien betont Kos die demokratische Entwicklung, die Rechtsstaatlichkeit, die Korruptionsbekämpfung und die Unabhängigkeit der Justiz. Sie erklärt, Bosnien und Herzegowina müsse zwei Gesetze verabschieden und einen Verhandlungsführer ernennen. Kos bezeichnet 2026 als ein Jahr der Erweiterung. Sie sagt, in den ersten neun Monaten seien mehr Verhandlungskapitel eröffnet oder abgeschlossen worden als in jedem anderen Jahr der letzten 25 Jahre. Außerdem hofft sie, dass Moldawien und die Ukraine in diesem Jahr alle Verhandlungscluster eröffnen werden.

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