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Antworten auf Hörerfragen vom 24. Juli

liebe Hörerinnen und Hörer.

herzlich willkommen zu unserem Programm, Ich wünsche euch ein schönes und erholsames Wochenende.

Unser Freund Borys Przedpełski fragt uns:

Wann wurde der Nationalpark Dajti gegruendet, welche Flaeche nimmt er ein, welche Vegetation kommt dort vor und welche Tiere leben dort?

Hier unsere Antwort

Direkt östlich der albanischen Hauptstadt Tirana erhebt sich der Dajti Berg. Sein gleichnamiger Nationalpark ist nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet für Einheimische und Touristen, sondern auch ein ökologisch wertvolles Schutzgebiet mit einer erstaunlichen Artenvielfalt.

Der Dajti-Nationalpark gehört zu den ältesten Schutzgebieten Albaniens. Bereits im Jahr 1960 wurde das Areal rund um den Berg Dajti als Schutzgebiet ausgewiesen, bevor es 1966 offiziell den Status eines Nationalparks erhielt.

Während der Park ursprünglich eine Fläche von etwa 3.300 Hektar umfasste, wurde er im Jahr 2006 massiv erweitert, um auch angrenzende Ökosysteme wirksam zu schützen.

Heute erstreckt sich der Nationalpark über eine Fläche von 293,8 km² (ca. 29.380 Hektar). Das Terrain ist stark gegliedert und reicht von hügeligen Lagen auf etwa 445 Metern Seehöhe bis zum höchsten Punkt, dem Mali i Dajtit, auf 1.613 Metern. Diese beträchtlichen Höhenunterschiede schaffen Mikroklimata, die eine große Vielfalt an Lebensräumen ermöglichen.

Die Pflanzenwelt des Parks ist außergewöhnlich reichhaltig: Rund 991 verschiedene Pflanzenarten wurden hier nachgewiesen – das entspricht knapp einem Viertel der gesamten Flora Albaniens. Die Vegetation gliedert sich in drei markante Höhengürtel:

Untere Lagen: Geprägt von mediterranem Gebüsch (Macchie), Erdbeerbäumen, Myrten und Heidekraut.

Mittlere Lagen (ca. 600–1.000 m): Dichte Eichenwälder, die häufig mit Kastanien und Hainbuchen durchsetzt sind.

Höhere Lagen (ab 1.000 m): Ausgedehnte Buchen- und Ahornwälder. Auf den Gipfelflächen finden sich subalpine Wiesen und seltene Felsplanzen, darunter auch endemische Arten wie die Skanderbeg-Glockenblume (Campanula skanderbegii).

Dank der dichten Bewaldung und der teils schwer zugänglichen Gebirgszonen bietet der Park einen Rückzugsort für zahlreiche Wildtiere:

Säugetiere
In den ruhigen Kernzonen des Parks leben größere Raubtiere wie der Braunbär, der Wolf und der seltene Balkanluchs. Zudem beherbergt der Park Wildschweine, Europäische Wildkatzen, Rotfüchse, Dachse, Feldhasen und Eichhörnchen.

Vögel und weitere Arten
Mit mehr als 140 Vogelarten ist der Park auch ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Darüber hinaus bietet das Areal Lebensraum für zahlreiche Reptilien-, Amphibien- und Insektenarten.

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