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Martin Camaj – Dichter und Forscher aus Albanien

Am 21. Juli 1925 wurde in Temal, Dukagjin, Martin Camaj geboren – eine der wichtigsten Figuren der albanischen Literatur, Sprachwissenschaft und Albanologie.

Nach seinem Studium am Saverianischen Kolleg in Shkodra arbeitete er bis 1948 als Lehrer. Wegen der Gefahr der Verfolgung durch das kommunistische Regime verließ er Albanien. Zuerst lebte er in Belgrad und Rom, später in Deutschland, wo er von 1971 bis 1990 die Albanologie‑Abteilung an der Universität München leitete.

Camaj spielte eine große Rolle in der Entwicklung der Albanologie außerhalb Albaniens. Er arbeitete mit Forschern aus Kosovo und der Diaspora zusammen. Seine wissenschaftlichen Beiträge umfassten Studien über den „Meshar“ von Gjon Buzuku, die Geschichte der albanischen Sprache und Grammatik.

Als Schriftsteller brachte er eine moderne Richtung in die albanische Literatur. Er schrieb in Gegisch Gedichte, Prosa und Dramen. Seine Werke entwickelten sich von Heimat‑Inspiration zu modernen Ausdrucksformen. Besonders seine freie Versform machte seine Poesie bekannt.

Nach 1990 wurden seine Werke in Albanien neu veröffentlicht und fanden breite Anerkennung.

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