SEPA: Über 788.000 Überweisungen im Wert von 8,7 Milliarden Euro – Vorteile für Bürger und Unternehmen

Seit der Einbindung Albaniens in das europäische SEPA-Zahlungssystem werden Euro-Überweisungen von und nach Albanien zu deutlich geringeren Kosten abgewickelt; in elf Monaten wurden rund 788.000 Transaktionen im Gesamtwert von 8,7 Milliarden Euro verarbeitet.
Das System wurde für Albanien am 7. Oktober 2025 in Betrieb genommen und eröffnet damit Möglichkeiten für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen zu günstigeren Gebühren für Privatpersonen und Unternehmen.
Nach Angaben der Bank von Albanien entfielen rund 43 % der gesamten eingehenden und ausgehenden Überweisungen auf Privatpersonen, der Rest auf Unternehmen. Auch die Nutzung digitaler Kanäle ist bemerkenswert: 69 % der ausgehenden Überweisungen wurden über Online-Banking-Dienste oder mobile Anwendungen veranlasst.
Die Auswirkungen des Systems zeigen sich besonders deutlich bei der Senkung der Bankgebühren. Bei einer Überweisung von 5.000 € ist die Gebühr von 0,76 % auf 0,08 % gesunken, bei einer Überweisung von 20.000 € von 0,47 % auf 0,02 %.
Die Kostensenkung erleichtert Überweisungen von Migranten an ihre Familien in Albanien sowie Zahlungen albanischer Unternehmen an ihre Partner in SEPA-Teilnehmerländern. Für Unternehmen, die regelmäßig Überweisungen mit hohem Betrag tätigen, tragen die niedrigeren Gebühren dazu bei, die Finanzaufwendungen zu senken.
Nach früheren Prognosen werden die Einsparungen für die albanische Wirtschaft durch die Senkung der Euro-Transaktionskosten auf rund 70 Millionen Euro geschätzt.
Über die finanziellen Vorteile hinaus treibt die Nutzung von SEPA auch die Digitalisierung der Bankdienstleistungen voran und erleichtert die wirtschaftlichen Beziehungen zu den europäischen Ländern. Der Beitritt zu diesem System stellt einen wichtigen Schritt bei der Angleichung der albanischen Zahlungsinfrastruktur an die der Europäischen Union dar.




