Zef Krispi:Arbëresh‑Forscher der albanischen Sprache und Kultur

Die Akademie der Wissenschaften erinnerte heute an Zef Krispi, auch Giuseppe Crispi genannt, zum Jahrestag seines Todes. Er war Bischof, Hellenist und Professor an der Universität Palermo und einer der wichtigsten Arbëresh‑Forscher des 19. Jahrhunderts.
Krispi wurde 1781 in Palazzo Adriano, Sizilien geboren. Er war eine führende Figur der Arbëresh‑Gemeinschaft und einer der ersten, die über die alten Ursprünge der albanischen Sprache schrieben.
Im Jahr 1831 veröffentlichte er in Palermo die Studie „Albanisch, Mutter der Sprachen“. Darin sagte er, dass Albanisch mit alten Sprachen wie den Pelasgern und den alten Mazedoniern verbunden sei. Seine Ideen beeinflussten andere Arbëresh‑Autoren und bereiteten den Weg für die Albanische Nationalbewegung.
Krispi schrieb auch über die Geschichte und Traditionen der Arbëresh in Sizilien. Er war einer der ersten, die über Gjon Buzuku und sein Werk „Meshari“ berichteten und veröffentlichte ein Fragment davon. Außerdem sammelte er albanische Volkslieder aus Sizilien, die 1857 von einem italienischen Forscher veröffentlicht wurden.
Mit seinen Studien über Sprache, Geschichte und Folklore half Krispi, das albanische Kulturerbe in Sizilien zu bewahren und bekannt zu machen.



